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„Ersthelfer an einem Tag“

19.03.2015

Mehr Praxistraining, weniger Theorie – ab 1. April gelten neue Regeln für die Erste-Hilfe-Ausbildung:  Erste-Hilfe-Lehrgänge werden inhaltlich gestrafft und praxisnaher, alle Lehrgänge werden einheitlich neun Unterrichtsstunden umfassen, voraussichtlich auch für Führerescheinbewerber.

 

"Die neuen Kurse werden mehr Praxistraining und weniger Theorie bieten“, sagte der Präsident des DRK-Landesverbandes, Dr. Lorenz Menz, bei einem Pressegespräch. Im Rahmen einer Vereinheitlichung der Erste-Hilfe-Ausbildung wird diese Regelung voraussichtlich auch für Führerscheinbewerber (PKW und LKW) gelten. Dann wird auch der bisherige Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ mit bislang acht Unterrichtseinheiten ersetzt. Angehende Kraftfahrer müssen dann neun Unterrichtsstunden aufwenden für die Erste-Hilfe-Ausbildung, also 45 Minuten mehr (eine Unterrichtseinheit entspricht 45 Minuten). „Wann diese Änderung in Kraft tritt, ist noch nicht sicher. Wir hoffen auf baldige Nachricht vom Bundesverkehrsministerium. Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt diese Änderungen und ist darauf vorbereitet“, so Menz.

Für Teilnehmer des bisherigen zweitägigen Erste-Hilfe-Kurses, also zum Beispiel Ersthelfer in den Betrieben, wird die Ausbildung ab April von bisher 16 auf neun Unterrichtseinheiten verkürzt. Betriebe müssen ihre Mitarbeiter somit nur noch einen Tag statt bisher zwei Tage für die Teilnahme an der Erste-Hilfe-Ausbildung freistellen. Dafür wurden wichtige Inhalte auf das Wesentliche reduziert. „Die wichtigsten lebensrettenden Maßnahmen sind natürlich auch weiterhin Bestandteil der Erste-Hilfe-Ausbildung“, erklärt Klaus Schumacher, Lehrkraft an der DRK-Landesschule und verantwortlich für die Ausbildung der Lehrkräfte: „Der theoretische Anteil der Kurse wird zu Gunsten der praktischen Ausbildung erheblich gekürzt. Wir erreichen damit, dass sich die Teilnehmer die wirklich wichtigen Inhalte besser einprägen.“

Mit der Straffung und der Orientierung auf Praxisnähe soll auch die Hemmschwelle für den Besuch einer Erste-Hilfe-Ausbildung gesenkt werden - eine Voraussetzung dafür, dass Erste Hilfe von jedem einzelnen öfter trainiert wird. Außerdem nähere sich Deutschland damit den europäischen Standards für die Erste-Hilfe-Ausbildung an.

Im Jahr 2013 hat das Deutsche Rote Kreuz in Baden-Württemberg mit über 2.200 haupt- und ehrenamtlichen Ausbilder/innen rund 220.000 Mitbürger und Mitbürgerinnen in Erster-Hilfe geschult.
Neben den flächendeckend angebotenen einheitlichen Erste-Hilfe-Grundausbildungen und „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“ für Führerscheinbewerber bietet das Deutsche Rote Kreuz eine Reihe von Erste-Hilfe-Kursen für besondere Zielgruppen (Senioren, Sportgruppen, „Outdoor“; Kind) sowie Auffrischungskurse an.
  • Hier gelangen Sie zu unserem umfangreichen Angebot an Erste Hilfe Kursen