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DRK Heidelberg hat bereits komplett umgestellt – Änderung in der Erste-Hilfe-Ausbildung

15.04.2015

Erste-Hilfe-Lehrgänge sind seit Monatsbeginn, also ab 1. April diesen Jahres inhaltlich gestrafft und praxisnaher. Damit sind für alle Erste-Hilfe-Lehrgänge einheitlich neun Unterrichtsstunden geplant.

 

„Wir werden mehr Praxistraining und weniger Theorie bieten“, sagt der Ausbildungsbeauftragte Andreas Fetzner vom Deutschen Roten Kreuz Heidelberg. Für Ersthelfer in den Betrieben wird die Ausbildung von bisher 16 auf neun Unterrichtseinheiten verkürzt. Betriebe müssen ihre Mitarbeiter dann nur noch einen Tag statt bisher zwei Tage für die Teilnahme an der Erste-Hilfe-Ausbildung freistellen. Dafür wurden Inhalte auf das Wesentliche reduziert. „Die wichtigsten lebensrettenden Maßnahmen sind natürlich auch weiterhin Bestandteil der Erste-Hilfe-Ausbildung“, bestätigt Andreas Fetzner.
Mit der Straffung und der Orientierung auf Praxisnähe soll die Hemmschwelle für den Besuch einer Erste-Hilfe-Ausbildung gesenkt werden - eine Voraussetzungen dafür, dass Erste Hilfe von jedem einzelnen öfter trainiert wird. Außerdem nähere sich Deutschland damit den europäischen Standards für die Erste-Hilfe-Ausbildung an.

 

Das Deutsche Rote Kreuz bietet ab jetzt auch für Führerscheinanwärter einen neunstündigen (9 Unterrichtseinheiten) Erste-Hilfe-Lehrgang an. Es folgt damit einer Vorgriffsregelung des Bundesverkehrsministeriums, die im Juni im Bundesrat per Gesetz beschlossen werden soll. Der bisherige Lehrgang „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ wird ersetzt.

Bereits in der ersten Ferienwoche, nämlich am 02. April 2015 fand der erste „neue“ Lehrgang statt und DRK Ausbilderin Desirée Diebold hatte mit den Teilnehmern jede Menge Spaß. In kleinen Teams mit verschiedenen Aufgabensituationen konnte ausreichend geübt werden. Der hohe Praxisanteil macht vieles „begreiflicher“, so Andreas Fetzner. Mit unserem Wissen und den Erfahrungen, was in Notfallsituationen auf die Helfer zukommt und welche Ängste vorhanden sind, können wir uns in der Ausbildung direkt damit beschäftigen. Mittlerweile sind schon einige Lehrgänge gelaufen und die Feedbacks sind positiv.

Übung herz-Lungen-MassageMit der Umstellung in der Ersten Hilfe Ausbildung wird es eine Veränderung und damit Verbesserung geben, die die Hemmschwellen reduziert und wichtige Sofortmaßnahmen in den Vordergrund rückt. „Wir sind nicht gerade die Weltmeister beispielsweise in der Umsetzung einer Herz-Lungen-Wiederbelebung in Deutschland – hier müssen wir was tun“, so Andreas Fetzner. „Viele helfen bereits mit, zum Beispiel durch die Anschaffung und damit die Möglichkeit schnell an einen öffentlichen Defibrillator zu gelangen aber auch Leitstellenmitarbeiter, die telefonisch eine Reanimation anleiten und mit hoher Motivation auch wir in der Ausbildung, um effizient und erwachsenengerecht Handlungen zu vermitteln.“ Für spezielle Zielgruppen und Notfälle bietet sich auch ein individueller Lehrgang an, hier sind zum Beispiel „Notfälle bei Kindern und Säuglingen“ oder auch „Erste Hilfe Outdoor“ interessante Möglichkeiten, auch ohne Vorkenntnisse in 2-3 Stunden wesentliche Informationen aufzugreifen. Aber auch sportspezifische Verletzungen oder Notfalltrainings in medizinischen Einrichtungen sind ein fester Angebotsbestandteil neben der neuen „Tagesausbildung“.

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