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Kreisverband Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.

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An den vielen Fronten der Corona-Pandemie: DRK Rhein-Neckar/ Heidelberg ruft den Krisenfall aus

18.01.2021

Seit Ablauf des alten Jahres gilt in Baden-Württemberg nach Beschluss des Innenministers die sogenannte Außergewöhnliche Einsatzlage (AEL).

 

Bereits am 30. Dezember hat das DRK Rhein-Neckar/Heidelberg den Krisenfall festgestellt – denn die vielen Aufgaben in der Corona-Pandemie erfordern auch im Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg immense Anstrengungen und einen deutlich gesteigerten Einsatz der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzler.

Mit der Feststellung des Krisenfalls berief DRK-Präsident Jürgen Wiesbeck eine ständige Taskforce ein. „Damit liegt die Steuerung und Koordination aller Corona-Maßnahmen in den Händen eines sechsköpfigen Teams, das aus unserem engsten ehren- und hauptamtlichen Führungspersonal besteht" erklärt er. Fast täglich stimmt sich die Taskforce in Online-Meetings zu Maßnahmen und Aktivitäten ab. „In der derzeitigen dynamischen Lage können wir so auf neue Entwicklungen schnell und effektiv reagieren", so Jürgen Wiesbeck. Ein erweiterter Einsatzstab tagt derzeit im Zwei-Wochen-Rhythmus.

Rechtssicherer Zugriff auf ehrenamtliche Kräfte

Die Feststellung der Außergewöhnlichen Einsatzlage (AEL) durch die höhere Katastrophenschutzbehörde am Jahresende erfolgte, weil die in der Pandemie erforderlichen Maßnahmen einen erheblichen Koordinierungsaufwand verursachen. So können im Bedarfsfall Strukturen des Katastrophenschutzes einfacher herangezogen werden. „Den unteren Katastrophenschutzbehörden wird durch die Feststellung der AEL ermöglicht, flexibel auch ehrenamtliche Kräfte der Hilfsorganisationen rechtssicher einzusetzen" erklärt Jürgen Wiesbeck, der auch Krisenmanagementbeauftragter des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, und damit Leiter des dortigen Krisenstabes ist.

Insbesondere im Rettungsdienst, bei der Unterstützung von Alten- und Pflegeeinrichtungen, und beim Einsatz im Rahmen der Impfstrategie von Bund und Ländern sind die Einsatzkräfte des DRK derzeit stark gefordert. Die Corona-Teststation und die Fieberambulanz auf dem Heidelberger Messplatz wird schon seit vergangenem Mai vom DRK besetzt und unterstützt. Fünf ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter übernehmen hier montags bis samstags administrative Aufgaben und unterstützen die Ärzte bei der Testung oder der Betreuung von Patienten mit Grippe-Symptomen – noch mindestens bis zum 31. März.

Mobile Impfteams im Kreisimpfzentrum sind einsatzbereit

Kurz vor Weihnachten erreichte den DRK-Kreisverband ein Hilferuf nach personeller Unterstützung für Pflegeaufgaben und Besucher-Schnelltests von mehr als 15 Alten- und Pflegeeinrichtungen in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis. Dank der effektiven Steuerungsstruktur im Krisenfall nahm das DRK innerhalb weniger Stunden eine Telefon-Hotline und E-Mail-Adresse in Betrieb, um freiwillige Hilfsangebote zu koordinieren und sie mit den Einrichtungen zu vernetzen. Auch DRK-Mitglieder erklärten sich spontan bereit, zu helfen. Bislang vermittelte das Rote Kreuz bereits rund 40 freiwillige Unterstützende an Einrichtungen über die Hotline, die auch über die Weihnachtsfeiertage und Neujahr besetzt war. "Die Situation ist sowohl für das Pflegepersonal als auch für Angehörige sehr belastend. Jede Hilfe ist daher willkommen. Unsere Mitarbeitenden an der Hotline werden jedes noch so kleine Angebot der Unterstützung umgehend an die passende Einrichtung weiterleiten", so Jürgen Wiesbeck.

Auch im Kreisimpfzentrum (KIZ) der Stadt Heidelberg im Gesellschaftshaus Pfaffengrund und im Kreisimpfzentrum in Sinsheim wird der DRK-Kreisverband mit Einsatzkräften unterstützen. Eine bedeutende Rolle übernimmt das DRK am KIZ im Pfaffengrund mit der administrativen Leitung vor Ort. Wenn das KIZ ab dem 22. Januar den Betrieb aufnimmt, stellt das Rote Kreuz zusätzlich Personal zur Verfügung, das die Ärzte der mobilen Impfteams (MIT) unterstützt. Die MITs fahren Alten-und Pflegeeinrichtungen an, um die Bewohner zu impfen, die nicht mobil sind. Die mobilen Impfteams werden im Regelbetrieb montags bis sonntags von 8 bis 16 Uhr im Einsatz sein. „Sobald der Impfstoff da ist, sind die mobilen Impfteams einsatzbereit. Das gilt natürlich auch für alle unsere ehren- und hauptamtlichen Strukturen, die sich weiterhin für jede Eventualität bereithalten" so Jürgen Wiesbeck. Als Ansprechpartner steht der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg ohnehin seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 im ständigen und engen Austausch mit der Stadt Heidelberg und dem Landratsamt Rhein-Neckar.