Hilfstransport des DRK per LKW nach Lublin (Polen), das als Hub für die Verteilung von Hilfsgütern zur Versorgung der Bevölkerung in der Ukraine und für Menschen auf der Flucht dienen soll. Verladung der Güter im Logistikzentrum des DRK in Schönefeld.Foto: Gero Breloer / DRK

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Kreisverband Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.

Langer Anger 2
69115 Heidelberg
Tel. 06221 / 90 10 0
Fax 06221 / 90 10 60

Notruf: Tel. 112 | Krankentransport: Tel. 19222



Informationsübersicht zum Ukraine-Konflikt

01.03.2022

 

Allgemeine Lage & Informationen

Angesichts der andauernden und sich ausweitenden Kampfhandlungen in der Ukraine wird der Bedarf an humanitärer Hilfe im Land, aber auch in den Nachbarländern, in die Menschen aus der Ukraine fliehen, immer größer.

In dieser Situation kommen in der Bevölkerung aus vielen Richtungen Fragen zu den verschiedensten Themen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt auf. Auf dieser Übersichtsseite wollen wir die häufigsten gestellten Fragen beantworten und/oder auf andere Websites verweisen, die Ihre Fragen beantworten können.

So hilft der DRK-Bundesverband aus Deutschland heraus

In Deutschland koordiniert für uns das Generalsekretariat des DRK alle Hilfsmaßnahmen.

Mit einem bereits angelaufenen Soforthilfe-Projekt stellt das DRK eine flexible Unterstützung bereit, um der Bedarfslage vor Ort entsprechend schnellstmöglich bestehende Projekte auszuweiten und weitere Maßnahmen zur Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung umsetzen zu können.


Dazu zählten in der jüngeren Vergangenheit u.a. mehrere große Hilfskonvois. Ein DRK-Nothilfeexperte befindet sich derzeit in der Krisenregion, um einen substanziellen Beitrag des DRK zum Notfallplan des Ukrainischen Roten Kreuzes auszuarbeiten. Aktuelle Entwicklungen zur Hilfeleistungen des Deutschen Roten Kreuz vor Ort können Sie hier verfolgen: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/europa/ukraine-krise-humanitaere-hilfe

So hilft das DRK Rhein-Neckar/Heidelberg

Grundsätzlich gilt: Hilfe- und Unterstützungsleistung in internationalen Krisen und Konflikten organisiert und koordiniert der Bundesverband des DRK in Berlin. Daher ist ein eigenes proaktives Handeln (z.B. durch Entsendung eines Hilfskonvois) unseres DRK-Kreisverbandes nicht angezeigt. Wir helfen dagegen hier vor Ort.

Der DRK-Kreisverband leistet im behördlichen Bevölkerungsschutz einen wichtigen Beitrag zur Vorsorge für all die Schadensereignisse auf lokaler Ebene im Kreisverbandsgebiet.

In der aktuellen Konfliktsituation in der Ukraine sind wir in enger Abstimmung mit Behörden des Stadt- und Landkreises, sowie über unseren DRK-Landesverband mit dem Land Baden-Württemberg. Zudem sind wir Teil in deren regelmäßigen Lagebesprechungen.

Bereits ab Mitte März bereiteten wir intensiv die Ankunft, Unterbringung und Registrierung von Geflüchteten aus dem Krisengebiet vor. Eine zentrale Koordinierungs- und Anlaufstelle in Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg wurde auf dem ehemaligen NATO-Gelände eingerichtet.

Des Weiteren leisten wir derzeit Unterstützung im Ankunftszentrum PHV und im dortigen Mutter-Kind-Haus. Als Ansprechpartner vor Ort sind wir jederzeit in der Lage, Hilfeleistungen und Infrastrukturen schnell vorzuhalten, wenn es die Lage erfordern sollte. 

So können Sie bestmöglich helfen

Wenn Sie nicht in Heidelberg oder dem Rhein-Neckar-Kreis wohnen, bitten wir um Geldspenden an das zentrale Spendenkonto des DRK:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

Wenn Sie hier vor Ort leben und helfen wollen, können Sie für die Ukraine-Hilfe des DRK-Kreisverbandes Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. spenden. Das gespendete Geld kommt unseren ehrenamtlichen DRK-Strukturen zugute, die sich ehrenamtlich für das Wohl, die Betreuung und Unterbringung der Geflüchteten einsetzen. Hier geht es zu unserer Online-Spendenseite: https://www.drk-heidelberg.de/onlinespende/

Bitte vermerken Sie in der Mitteilung den Hinweis „Ukraine-Hilfe“.

Wenn Sie kein Geld spenden können, aber persönlich helfen wollen, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail mit Ihrem Hilfsangebot an zeitspenden@drk-rn-heidelberg.de

Bitte lesen Sie zu diesem Thema auch unsere FAQs.

Häufig gestellte Fragen & nützliche Hinweise im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt (FAQs)

  •   Welche Spenden werden am dringendsten benötigt? 
     
    Das DRK bittet derzeit um Geldspenden an das zentrale Spendenkonto des DRK:
    IBAN: DE63370205000005023307
    BIC: BFSWDE33XXX
    Stichwort: Nothilfe Ukraine

    Geldspenden sind gegenüber Sachspenden eine deutlich effektivere Art der Hilfe. Der große Vorteil von Geldspenden ist, dass die bedachte Organisation damit die Möglichkeit hat, die Verwendung der Mittel flexibel sich ändernden Verhältnissen und einer sich verändernden Bedarfslage in den betroffenen Gebieten anzupassen.

  • Wir planen einen Hilfskonvoi und brauchen Unterstützung
     
    Aktuell können wir private Initiativen, die eigene Hilfskonvois organisieren, nicht unterstützen. Wir bitten daher, von Anfragen nach Medikamenten, Verbandsmaterial, Fahrzeugen oder Lagerräumen abzusehen. Unsere Kapazitäten sind derzeit darauf konzentriert, Vorbereitungen für die Ankunft Geflüchteter zu treffen und das DRK Generalsekretariat in Berlin bei allen koordinierten Hilfsmaßnahmen zu unterstützen (siehe Abschnitt So hilft das DRK Rhein-Neckar/Heidelberg)

  • Wieso darf nicht jeder, der helfen will, das Rote Kreuz als Zeichen beispielsweise für einen Hilfstransport nutzen?
     
    Dies ist ein klarer Missbrauch des Rotkreuz-Zeichens, der scharf zu verurteilen ist. Die Verwendung des Roten Kreuzes, des Roten Halbmondes und des Roten Kristalls ist nach den Genfer Abkommen wie auch in deutschen Gesetzen streng reglementiert. Das Symbol darf in Kriegssituationen zu Identifikations- und Schutzzwecken nur von den Sanitätsdiensten und dem Seelsorgepersonal der Streitkräfte, von Krankenhäusern sowie von anerkannten neutralen und unparteiischen Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz verwendet werden und dient der Sicherheit der humanitären Helfer sowie dem Schutz der von ihnen versorgten betroffenen Zivilbevölkerung.
  • Ich bin Arzt/Ärztin, Krankenschwester/pfleger, Notfallsanitäter/in und möchte vor Ort helfen
     
    Aufgrund des bewaffneten Konflikts in der Ukraine und der Kampfhandlungen besteht momentan noch keine Möglichkeit, sicher Bedarfe im Bereich des Gesundheitswesens zu erheben und zu bewerten oder gar medizinisches Personal in das Kriegsgebiet zu entsenden. Unsere Fürsorgepflicht gegenüber unseren Freiwilligen und Mitarbeitenden gebietet uns, für bestmöglichen Schutz und Sicherheit zu sorgen. Das ist momentan leider noch nicht möglich. Das DRK hält bereits jetzt unter anderem Gesundheitspersonal vor, um in Sofort- und Nothilfeeinsätzen reagieren zu können und unter anderem mit einem mobilen Krankenhaus die Gesundheitsversorgung der von Krisen und Katastrophen betroffenen Bevölkerung zu sichern. Dieses Gesundheitspersonal, aber auch Personal in den Bereichen Wassertechnik, Logistik, Finanzen usw. sind Teil des DRK-Sofort- und Nothilfepersonalpool (Surge Roster). Wie Sie Teil des Surge Rosters werden können, erfahren Sie hier: https://www.drk.de/en/be-involved/training-programme-for-international-deployments/ 
  • Können medizinische Bedarfslisten von deutschen Krankenhäusern und Privatpersonen, die über individuelle Kontakte Informationen aus der Ukraine beziehen, vom DRK bedient werden?
     
    Wir arbeiten mit dem Ukrainischen Roten Kreuz und den anderen Partnern der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zusammen, um eine stete Versorgungslinie für die Lieferung und Verteilung essenzieller Hilfsgüter in der Ukraine einzurichten. Eine Logistikanstrengung dieser Größenordnung braucht jedoch Zeit, bis bei der derzeitigen Sicherheitslage ausreichend Kapazitäten aufgebaut werden können. Wichtig ist daher für uns vor allem die gut abgestimmte Koordination der Hilfe. Wir reagieren daher stets auf Hilfeanfragen der Schwestergesellschaften, des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz oder der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften im Rahmen fest etablierter Krisenkoordinationsmechanismen. Die Beantwortung individueller Anfragen ist derzeit leider nicht möglich.

 

Der DRK Suchdienst

Wir verstehen, dass die Sorge und Angst um Familienangehörige, Freunde und Bekannte in der Ukraine unvorstellbar groß ist. Einzelfallanfragen können an flucht-migration@drk.de gerichtet werden. Suchanfragen – auch wenn im Augenblick keine aktive Suche in der Ukraine möglich ist – werden vom DRK-Suchdienst entgegengenommen: https://www.drk-suchdienst.de/

Blutspenden

Die DRK/BRK Blutspendedienste halten die Unterstützung mit Materialien zur Durchführung von Blutspenden in der Ukraine in der derzeitigen Situation für zielführender als die Durchführung von zusätzlichen Blutspendeaktionen in Deutschland, weil die Spendebereitschaft in der Ukraine momentan noch groß ist und es aktuell keine Möglichkeit gibt, Blutkonserven aus Deutschland sicher und gekühlt an den Bestimmungsort zu bringen.

Sollten verletzte und verwundete Menschen aus der Ukraine in Deutschland medizinisch behandelt und versorgt werden, gewährleisten die DRK/BRK-Blutspendedienste die Belieferung der Kliniken. Die DRK/BRK-Blutspendedienste weisen darauf hin, dass ein kontinuierlicher Nachschub an Blutspenden unerlässlich ist, um auch in Krisensituationen sofort helfen zu können. Daher bitten die DRK/BRK-Blutspendedienste die vielfältigen Blutspendeangebote generell und kontinuierlich wahrzunehmen. Die Blutspende ist auch für neue Spenderinnen und Spender immer eine sehr gute Gelegenheit, sich solidarisch zu engagieren.

Hier finden Sie aktuelle Blutspendetermine in Ihrer Region: https://www.drk-blutspende.de/