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Kreisverband Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.

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5. Helfer-vor-Ort-Tag: DRK-Kreisverband unterstützt die Systeme HvO-Notfall mit 10.500 Euro

08.03.2019

Zum fünften Mal fand jetzt der Helfer-vor-Ort (HvO)-Tag statt. Bei dem Fortbildungstag in der Carl-Orff-Schule Sinsheim erhielten die Helferinnen und Helfer viel theoretisches und praktisches Knowhow für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

 

Felix Zurbrüggen

Ansprechpartner

Herr 
Felix Zurbrüggen
Kommunikation & Marketing

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06221- 90 10 77
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E-Mail an Herrn Zurbrüggen
Das Organisationsteam der Kreisbereitschaftsleitung veranstaltet einmal im Jahr den HvO-Tag für alle Helferinnen und Helfer der HvO-Systeme sowie Interessierte. Impulsvorträge zu medizinischen und einsatzspezifischen Themen stehen ebenso auf dem Programm, wie Praxisanteile mit Übungen und Best-Practice-Vorführungen.

Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Wiesbeck begrüßte zusammen mit Kreisverbandsärztin Dr. Christiane Serf etwa 180 Gäste, darunter Mitglieder des Präsidiums, Kreisgeschäftsführerin Caroline Greiner, sowie den Leiter Rettungsdienst im Kreisverband, Ralf Dussinger. Schatzmeister Steffen Stadler sorgte dann auch gleich zu Beginn für eine Überraschung: Er überreichte den anwesenden Leitern der HvO-Systeme eine großzügige Spende des Kreisverbandes in Höhe von 10.500 Euro – die gleichmäßig aufgeteilt den 29 HvO-Systemen im Verbandsgebiet Rhein-Neckar/Heidelberg zugutekommen werden. Diese finanzieren sich nämlich allein durch die DRK-Ortsvereine, nicht durch die Kostenträger. Die Spende und die damit verbundene Wertschätzung des Helfer-vor-Ort-Engagements wurde mit lautem Applaus bedacht.

Nach einem Rückblick auf das HvO-Jahr 2018 mit seinen rund 3000 Alarmierungen, referierte Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Wiesbeck zur „Situationsbedingten Kommunikation". Die Kommunikation im Einsatz ist höchst wichtig, aber nicht immer einfach: Aufgabenbeteiligt im HvO-Konzept sind nämlich nicht nur HvO-Helfer, –Leiter und Rettungsdienstpersonal, sondern auch Bereitschaftsleiter, Kreisbereitschaftsleiter, Kreisverbandsärztin, Rettungsdienstleitung, Notarzt und ILS. Sie alle haben eigene Zuständigkeiten und Kommunikationswege – im Einsatz, nach dem Einsatz, genau wie in der Einsatzdokumentation. „Diese Zuständigkeiten sind unbedingt einzuhalten, weil sie für einen reibungslosen Ablauf der Rettungskette stehen", so Jürgen Wiesbeck.

Kreisverbandsärztin Dr. Christiane Serf sprach im Anschluss über medizinische Hintergründe im HvO-System. Dabei thematisierte sie den Einsatz des Larynxtubus, die Anwendung von Sauerstoff sowie die Pulsoximetrie im Sanitätsdienst. Zur Anwendung kam das Pulsoximeter dann in einem Live-Fallbeispiel – mit einem äußerst überzeugenden Notfalldarsteller als Asthma-Patient, der vom Sanitätsdienst versorgt werden musste. Christiane Serf kommentierte und moderierte den Live-Einsatz und band die anwesenden Helfer vor Ort immer wieder mit Fragen ein.

Das Fallbeispiel – per Beamer auf die Leinwand für die gesamte Halle übertragen – war ein passender Übergang zum Praxisteil, der nach einer kurzen Mittagspause folgte. Johanna Adler von der GRN-Klinik Sinsheim startete diesen mit einem Impulsvortrag zum Thema „Heben und Tragen". An vier verschiedenen Stationen informierten sich die Interessierten anschließend über das richtige Tragen, Anheben und Umlagern von Patienten und über das ABCDE-Schema bei der Erstversorgung der Notfallpatienten. Der Praxisteil war der Abschluss eines lehrreichen Tages mit viel Input. Der fünfte HvO-Tag hat einmal mehr gezeigt, dass die Veranstaltung sehr gerne und immer zahlreicher angenommen wird – und welch großen Stellenwert die Systeme HvO-Notfall im Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg haben.


Kurz erklärt

Die Systeme HvO-Notfall im DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. sind eine wichtige ehrenamtliche Unterstützung im Rettungsdienst. Sie kommen zum Einsatz, wenn der Notfallort durch die ehrenamtlichen Helfer schneller als für den Rettungsdienst zu erreichen ist. Dann alarmiert die zuständige Rettungsleitstelle zusätzlich zum Rettungsdienst den Helfer vor Ort. Dieser fährt meist mit seinem privaten PKW an den Notfallort und beginnt mit der Versorgung des Patienten bis der Rettungsdienst eintrifft.